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Neue Sonderausstellung im Heimatmuseum Maxen ab 01.03.2020:

Thema: "Maxener Hausgeschichten"

Wilhelm Hühne vor seiner Drogerie in Maxen (Foto: Heimatarchiv Maxen)
Wilhelm Hühne vor seiner Drogerie in Maxen (Foto: Heimatarchiv Maxen)

 

Was wurde aus Spritzenhaus und Hühnes Drogerie?

 

Wenn das Heimatmuseum Maxen nach der Winterpause wieder öffnet, werden in einer neuen Sonderausstellung  "Maxener Hausgeschichten" präsentiert. 

Elke Bunk, die neue Arbeitsgruppenleiterin, ist in Maxen geboren und hat sich schon länger mit der Geschichte des Hauses ihres Großvaters im Maxener Tempel befasst. Karl May hieß er und war Schumacher. Aber wer wohnte vorher dort? Das konnte sie dank der akribischen Forschungsarbeit des Zwickauers Christof Kühnel herausfinden. Sein "Ortsfamilienbuch MAXEN 1760 - 1870" wurde dem Heimatarchiv im vergangenen Jahr übergeben und ist die wichtigste Quelle für die Sonderausstellung. Neben den Familien sind auch die Grundstücksverkäufe der Häuser teilweise bis ins 16. Jahrhundert dokumentiert und lassen viel Leid erahnen. Denn durch den Dreißigjährigen Krieg ergaben sich umfangreiche  Wüstungen und während der Schlacht bei Maxen 1759 kam es zu mehreren Bränden. 

 

Gemeinsam mit Helga Messerschmidt und Jutta Tronicke wurden erste Häuser für die Ausstellung  ausgewählt. Da geht es auch um das Spritzenhaus, wo nicht nur die Feuerlöschspritze untergebracht war, sondern noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Nachtwächter wohnten und in der DDR lange Zeit die Poststelle ihren Sitz hatte. Dieses Haus erfährt nach dem Abriss nun als Wohnhaus ein neues Kapitel.

Das Haus mit der Drogerie von Wilhelm Hühne ist allerdings aus dem Ortsbild verschwunden. Fotos und einige Objekte können aber einen Eindruck vermitteln, welche Bedeutung das Geschäft von 1905 bis zur Übergabe an den Konsum um 1955 für die Einwohner Maxens hatte. 

Solche Hausgeschichten können nur recherchiert, dokumentiert und erzählt werden, wenn frühere und heutige Besitzer oder Bewohner der Höfe und Häusern mitwirken. Die Museumsmitarbeiter bedanken sich bei ihnen sehr herzlich für die Unterstützung. Es ist ein spannendes, aber aufwändiges Projekt, das nicht abgeschlossen ist und auf Fortsetzung setzt.

 

Das Heimatmuseum Maxen öffnet ab 1. März wieder jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Die Einführung zur Sonderausstellung findet am 1. März, 14 Uhr statt. (Jutta Tronicke)

 

(Beitrag erstellt am 19.02.2020)


Heimatmuseum Maxen - Termine 2020

Das Heimatmuseum Maxen freut sich auch im Jahr 2020 wieder auf Ihren Besuch! Die geplanten Veranstaltungen und Termine finden Sie auf dem folgenden Plakat. Für eine Großansicht, bitte das Bild anklicken.

Heimatmuseum Maxen, Termine & Plakat 2020
Heimatmuseum Maxen, Termine & Plakat 2020

Ein Schumann-Medaillon für Schmorsdorf

(Foto: (c) Jutta Tronicke)
(Foto: (c) Jutta Tronicke)

Anlässlich des  200. Geburtstages von Clara Schumann erlebte Schmorsdorf im Rietzschel-Hof am 28. September eine bewegende Veranstaltung des Heimatvereins Maxen e.V. mit einer Lesung aus  heimlichen Liebesbriefen von Clara und Robert bis 1840 und Kompositionen des Paares von der "Träumerei" bis "Mein Stern". Das Konzert reihte sich ein in eine Vielzahl von Aktivitäten, die dort seit der Eröffnung des Lindenmuseums "Clara Schumann" stattfanden. Über das Schumann-Netzwerk in Bonn, das über die zahlreichen Wirkungsstätten von Clara und Robert Schumann,  Veranstaltungen und Publikationen informiert, erfuhr auch der schwedische Schumann-Liebhaber Lennart Wallin von Maxen und Schmorsdorf.  Er bedankte sich nach seinem Besuch begeistert für "das Bewegendste und Freundlichste",  was er seit langem erleben konnte. 

Zu den Gästen des Konzerts gehörte auch Anita Brückner vom Vorstand des Sächsischen Vocalensembles e.V.  Ihrer Idee und Konzeption ist der Schumann-Gedenkweg zu verdanken, der seit 2012 neun Orte in der Umgebung Dresdens verbindet, die auf biografische oder musikalische  Ereignisse der beiden Musiker hinweisen.   Die künstlerische Umsetzung der kleinen, individuell gestalteten Medaillons liegt in den Händen des Dresdner Malers, Grafikers und Architekten Einhart Grotegut. Sie erinnern bereits am Palais Großer Garten, Coselpalais, Hotel des Saxe, Schloss Pillnitz und am Wieck-Haus in Loschwitz ebenso wie im Park von Schloss Weesenstein, am Schloss Maxen, der Kirche zu Kreischa oder an der Hirschbachmühle an das Wirken von Clara und Robert in ihrer Dresdner Zeit. Das 10. und letzte Medaillon auf diesem Schumann-Gedenkweg soll nun im September 2020 in Schmorsdorf angebracht werden.

Für die Herstellung und Anbringung dieses letzten Medaillons in Schmorsdorf wird um wohlwollende Unterstützung gebeten. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

 

Kontoinhaber: Sächsisches Vocalensemble e.V. 

IBAN: DE27 8505 0300 3120 0662 13

Verwendungszweck: Gedenkweg

 

Übersteigen die Spenden den erforderlichen Betrag für das Medaillon, werden nicht verbrauchte Mittel in die Herausgabe einer Publikation fließen, die das Gedenken an die Schumanns mit Wanderwegen zu den Orten ihres Wirkens verbindet.  

 

(Text und Foto:  Jutta Tronicke)